Trapez Proplyd Feld
Nebulae

Trapez Proplyd Feld

Der Blick öffnet sich in das Innere der Strömgren-Sphäre des Trapez-Clusters, wo vier blau-weiße O-Sterne mit je 40.000 Kelvin das umgebende ionisierte Gas in gnadenlosem Ultraviolett tauchen – eine Leere, die dennoch leuchtet, durchdrungen von einem zarten Hα-Rotschimmer, der sich wie ein grenzenloser Lumineszenz-Nebel in alle Richtungen ausdehnt. Im mittleren Abstand hängen Dutzende von Proplyd-Silhouetten wie erstarrte Kometen im Raum: kompakte, tränenförmige Kokons aus dichtem Molekulargas, deren sonnengewandten Flanken in schmalen Bögen aus türkis-blauem Plasma erglühen, dort wo die photoevaporative Ionisationsfront aus dem Material verdampfte Materie in verbotenen Sauerstofflinien wieder abstrahlt. Aus jedem Proplyd fließt ein leuchtender Schweif aus ausgetriebenem Gas radial vom Trapez weg, Ströme, die mit Dutzenden von Kilometern pro Sekunde in den Hohlraum entweichen und die verborgene Architektur künftiger Planetensysteme hinter sich lassen. Den Hintergrund verschließt eine massive Molekülwolken-Wand, deren UV-beschienene Oberfläche in Scharlachrot und Meeresgrün erstrahlt, zerfurcht von Photoevaporation zu Graten und Nischen, während leuchtende Gasvorhänge vor ihr ausfasern – der abrupte Übergang zwischen kosmischer Wiege und undurchdringlicher Dunkelheit.

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