Der Betrachter schwebt inmitten eines riesigen, metallfreien Wasserstoff-Helium-Filaments aus der Frühzeit des Universums, das sich in jede Richtung über Dutzende von Lichtjahren erstreckt und in einem satten, reinen Rosarot des Hα-Rekombinationslichts glüht – keine Staubkörner, keine Kohlenstoffspuren, keine chemische Komplexität trüben dieses Licht, das unmittelbar aus dem Urknall stammt. Drei Population-III-Sterne, jeweils zwischen hundert und dreihundert Sonnenmassen schwer und mit Oberflächentemperaturen von über siebzigtausend Kelvin, brennen an der nahen Kante des Filaments mit einem klinisch reinen Blau-Weiß, das hartes ultraviolettes Licht in das umgebende Gas flutet und Elektronen über Entfernungen von mehreren Lichtjahren aus den Wasserstoffatomen reißt. Jede Strömgren-Grenze – jene leuchtende Ringwand, an der Photonenfluss und Rekombinationsrate kurzzeitig ins Gleichgewicht kommen – zeichnet sich als leicht hellerer Schleier aus tiefroten Plasmafäden ab, und an den Stellen, wo sich die drei Ionisationsblasen annähern, ist das Gas doppelt ionisiert und leuchtet messbar heller, als würde die kosmische Reionisation selbst vor den Augen des Betrachters geschehen. Im Hintergrund, jenseits des Filaments, löst sich die Dunkelheit in kaum wahrnehmbare, schemenhafte Fäden des kosmischen Netzes auf – andere Wasserstoff-Helium-Stränge, so schwach, dass sie nur als allerhauchzarter Rosaton gegen das absolute Schwarz zwischen den Strukturen erkennbar sind, das Skelett eines Universums, das noch kein einziges Metallatom erschaffen hat.
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- Nederlands: Primordiaal Reïonisatietijdperk Gaswolk