Der Blick richtet sich von der abyssalen Ebene aus senkrecht nach oben in eine Dunkelheit, die jede Vorstellung von Raum auflöscht – nur ein diffuses, bläuliches Schimmern, das keiner Quelle zugeordnet werden kann, modelliert die Konturen blass-knochenfarbener Holothurien an den Bildrändern, halb versunken im grau-beigen biogenen Schlamm aus Foraminiferen-Schalen und Radiolarien-Gespenstern. Aus dieser Schwärze fallen, in spiralförmigen Bahnen und mit einer Geduld, die an geologische Prozesse erinnert, zylindrische Kotpellets von Salpen herab – dunkel olivbraun, ihre Oberflächen rau von lebenden Biofilmen aus Bakterien, die den gepressten Inhalt von Picoplankton noch während des Abstiegs abbauen. Dazwischen treiben kollabierte Salpen-Kadaver, deren einstige Tonnenkörper sich in formlose, halbdurchsichtige Gewebefetzen aufgelöst haben und zarte Aureolen aus gelöstem organischem Material hinter sich herziehen – kaum sichtbare Schleier, die sich wie Atem auf Winterglas in die umgebende Wassersäule auflösen. Diese Pellets sind versiegelte Kohlenstoffpakete, die vor Wochen an der sonnenbeschienenen Oberfläche entstanden und nun hier ankommen, um sich in winzige Einschlagkrater im Sediment einzuschreiben: das terminale Empfangszimmer der biologischen Pumpe, gerendert in einer einzigen kalten Frequenz blauen Lichts.
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