Du schwebst wie ein Proteinkomplex im absoluten Stillstand einer verglasten Welt: Das Wasser um dich herum wurde in Millisekunden tiefgefroren, schneller als jede Kristallstruktur entstehen konnte, und hält dich nun eingeschlossen in einem amorphen Eis, das weder reflektiert noch bricht, sondern einfach durchlässt — kalt, absolut, wie gefrorenes Vakuum. Aus diesem aschgrauen Nichts erheben sich in unregelmäßigen Abständen gewaltige sphärische Massen: ikosaedrische Virionen, deren Kapsidwände aus exakt angeordneten Pentameren und Hexameren bestehen, jedes Kapsomer als diskreter Höcker von vier bis acht Nanometern Relief erkennbar, die gesamte geodätische Oberfläche in einem Gradientenspektrum aus Graphit und blassem Knochenweiß gerendert, ohne jede Schattenrichtung — nur Dichtekontrastunterschiede zwischen Proteinmasse, Lipiddoppelschicht und dem sie umgebenden Eis. Die nächste Virionoberfläche füllt das Blickfeld so, wie eine Kathedralkuppel einen Innenhof ausfüllt, und an ihrem Äquator ist der schmale dunkle Doppelring der Lipidhülle gerade noch zu erahnen, während trimere Glykoprotein-Spikes wie stumpfe Dornen in das Eis ragen, jeder einzeln aufgelöst. Am äußersten Bildrand fällt der Kohlefilm als schwarze, senkrechte Klippe ins absolute Nichts — eine harte Horizont, jenseits dessen die Welt einfach endet.
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