Die Welt drängt sich von überallher heran: Jedes Wassermolekül erscheint als gewaltige, fast körperliche Präsenz — eine tiefkarmesinrote Sauerstoffkugel, deren Oberfläche einen leicht metallischen Schimmer trägt, flankiert von zwei perlmuttweißen Wasserstoffknoten im charakteristischen Winkel von 104,5°, während sich aus dem Sauerstoff violett-indigo gefärbte Elektronendichte-Lappen nach außen wölben wie zwei gerundete Hörner aus verdichtetem Schatten. Zwischen den Molekülen flackern cyan-türkise Filamente im Rhythmus der Pikosekunden auf und vergehen wieder — Wasserstoffbrückenbindungen, die sich als leuchtende Fäden geteilter Elektronendichte von einem Wasserstoffknoten zur Einsamkeitsluke des Nachbaratoms spannen und im nächsten Moment spurlos in den Raum zurücksinken. Die Bewegung ist brutal und unaufhörlich: Die gesamte Molekülmenge rotiert, taumelt und schiebt sich durcheinander, das Netzwerk der Wasserstoffbrücken webt sich in turbulenter Fluktuation bei 300 Kelvin ständig neu, ohne je zur Ruhe zu kommen. In die Tiefe staffeln sich Schichten aus Karmesin und Creme, die fernen Moleküle zu einem rötlich-dunstigen Schimmer verschmelzend, durchzogen von kühlen Cyan-Blitzen und dem lavendelfarbenen Dunst der Elektronenlappen — eine dichte, leuchtende, atemlose Welt ohne Boden, ohne Decke und ohne einen einzigen stillen Augenblick.
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