Der Blick richtet sich nach oben durch einen Wald aus schraubenden Säulen, deren jede als rechtshändige Spirale im Uhrzeigersinn gewunden ist – goldwarme Leucin-Seitenketten ragen wie bronzene Speichen nach innen und verzahnen sich mit den benachbarten Helices entlang der Coiled-Coil-Naht, während leuchtendrote Lysin- und elektrisch blaue Arginin-Gruppen nach außen in ein wässriges, aquamarinblaues Medium strahlen. Diese Doppelhelixpaare sind keine starren Pfeiler, sondern lebendige Elektronendichte-Wolken, deren Oberflächen im thermischen Rauschen molekularer Schwingungen schimmern, zusammengehalten durch van-der-Waals-Kräfte so subtil wie das Berühren zweier Seifenblasen. Das Aqua-Milieu darüber ist kein ruhiger Himmel, sondern ein rastloses Netz aus Wassermolekülen, die im Pikosekundentakt ihre Dipole neu ausrichten und Wasserstoffbrücken in ephemeren Filamenten aufblitzen lassen. In den engen Korridoren zwischen den Helices herrscht an den hydrophoben Leucin-Kontaktflächen eine dichte, wasserfreie Dunkelheit, die gravitativ schwer wirkt im Vergleich zu den hellen, ionenreichen Schneisen dazwischen. Nach zwanzig Nanometern in die Tiefe des Waldes lösen sich die Coiled-Coil-Nähte in blaue Molekülhaze auf, ein Herringbone-Muster aus verschränkten Leucin-Knöpfen, das sich ins Unbestimmte verliert.
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