In absoluter Schwärze schwebt man im Zentrum eines riesigen Arrangements aus Kieselsäure-Architekturen, die sich wie ein erstarrtes Planetarium bis an die Grenzen der Wahrnehmung ausdehnen – jede Frustule ein leuchtendes Reliquiar aus biogenem Opal-A-Glas, das aus dem Nichts heraus kalt aufzustrahlen scheint. Unmittelbar vor einem dominiert ein *Triceratium* das Sichtfeld: ein gleichseitiges Dreieck aus gestuften Kieselsäurewällen, dessen hexagonale Areolen – jeweils kaum 200 bis 500 Nanometer im Durchmesser – als Beugungsgitter wirken und elektrisches Kobaltblau, geschmolzenes Gold und violette Interferenzfransen in die umgebende Leere werfen, während die kaum nanometerdicken Glaswände selbst im reinsten Kontrast zwischen Licht und Nichts oszillieren. Weiter außen rotiert ein *Coscinodiscus* wie eine Domkuppel aus konzentrisch angeordneten Fultoportulae-Schornsteinen in tiefem Zitronengelb, daneben strahlt ein *Arachnoidiscus* speichenartig weißes und zartrosa Licht in gleichmäßigen Fächerstrahlen aus, während ein *Pleurosigma* in Kurven wie ein Kalligraphenstriches in grünem Turmalin und Amethyst durch das Bildfeld gleitet – sein obliques Areolengitter macht jede Perspektivverschiebung zu einem Schauer aus Blaugrün und Violett. Diese säurebereinigten, organisch entkleideten Mineralskelette – fossile Überreste photosynthetischer Einzeller, die seit Millionen Jahren in Sedimenten überdauern – versammeln sich hier zu einer Konstellation aus gefrorenem Meereslicht, einem viktorianischen Kabinett kosmischer Edelsteine auf einem einzigen Fokalebene.
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