Der Blick fällt auf eine weitläufige Ebene aus bernsteinfarbenem Gewebe, deren Oberfläche sich in polygonale Prismen aus verdichtetem Pilzgewebe aufwölbt wie erstarrte Basaltsäulen eines ausgetrockneten Seebetts. Durchsichtige Hyphenstränge spannen sich wie vereiste Seile über den Horizont, ihre Innenwände von zytoplasmatischen Granula durchzogen, die langsam wie Sediment in ruhigem Wasser treiben – während eine vielgliedrige Gestalt auf einem dieser Stränge steht, die gekrümmten Klauen tief in die gummiartige Außenwand gedrückt, jede Mikrovertiefung ein Zeugnis von Gewicht und Grip. Rundum leuchten Trebouxia-Algenzellen wie eine Kolonie grüner Laternen im ultravioletten Licht eines alpinen Himmels, ihre Chloroplasten in sattem Viridian, von gallertigen Höfen umgeben, die das UV-Licht zu einem weichen Schimmer zerstreuen. In der mittleren Ferne klafft das Apothecium wie ein vulkanischer Krater, sein dunkelrostroter Rand aus dicht gepackten Asci aufragend wie Kathedralsäulen, während elfenbeinfarbene Sporen in den unsichtbaren Thermalströmungen einer nahezu reglosen Welt treiben.
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