In der Mitte einer schwarzen, druckvollen Stille schwebt man knapp außerhalb eines lebenden Acantharia-Einzellers — eines Vertreters der Radiolarien, der nicht aus Siliziumdioxid, sondern aus Strontiumsulfat (Zölestin) seinen zwanzigstrahligen Kristallstern aufbaut, einem Mineral so selten im ozeanischen Kontext, dass die Zelle zu seinen Lebzeiten nahezu den gesamten verfügbaren Strontiumvorrat der umgebenden Wassermasse bindet. Unter simuliertem Kreuzpolarisationsfilter explodieren alle zwanzig Stacheln gleichzeitig in vollständig verschiedenen Interferenzfarben — elektrisches Cyan, gesättigtes Magenta, tiefes Kobaltblau, glutreiches Gold —, weil die kristallographische Ausrichtung jedes einzelnen Stachels relativ zur Polarisationsebene leicht abweicht und so die Gangunterschied der ordentlichen und außerordentlichen Strahlen eine andere Wellenlänge auslöscht, was Birefringenz als lebendige Spektralmalerei sichtbar macht. Zwischen den blitzenden Kristallruten spannen sich die Myonemkabel — kontraktile Proteinfasern, die keinem bekannten Muskeltyp gleichen — als kaum sichtbare dunkle Schatten, die die geometrische Symmetrie der Stacheln unter Spannung halten und das Gesamtgefüge bei Reiz innerhalb von Sekunden zusammenziehen können. Im Zentrum liegt die Zentralkapsel als warmes, tabakbraunes Oval, dicht besetzt mit Zooxanthellen, deren Chlorophyllpigmente ein rostgoldenes Leuchten aussenden — und das gesamte Wesen hängt allein in vollständiger Dunkelheit wie ein brennendes Geometrieobjekt, ein lebendiger Lüster aus Kristall und Cytoplasma, der sich selbst beleuchtet.
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