Der Blick geht tief in das Innere eines reifen Xylемgefäßes — ein zylindrischer Hohlraum von etwa 120 Mikrometern Durchmesser, dessen bernsteinfarben leuchtende Wände in obsessiver Regelmäßigkeit mit Hoftüpfeln bedeckt sind, kreisrunde Vertiefungen von rund sechs Mikrometern Breite, jede einzelne mit einem papierdünnen, schimmernden Membranhäutchen bespannt, das einst den Druckausgleich zwischen benachbarten Leitbahnen vermittelte. Diese Wände bestehen aus lignifizierter Cellulose — einem der härtesten biologischen Verbundwerkstoffe, dessen sekundäre Wandverdickungen einen olivgoldenen Schimmer über den tiefen Siennagrund legen — und der gesamte Kanal steht unter negativem hydraulischem Druck, da die Wassersäule, die er trägt, durch Kohäsion im Verbund gehalten wird und aktiv ins Kronendach gezogen wird. Das Gefäß ist vollständig leer: keine Flüssigkeit, nur Vakuum und die physikalische Spannung eines Systems, das durch Kavitation jederzeit kollabieren könnte. Am fernen Ende des Korridors versperrt eine einzige Luftembolie den Lumenquerschnitt vollständig — eine linsenförmige Quecksilberspiegelblase, deren konvexer Meniskus die gesamte Tüpfelgalerie hinter dem Betrachter verzerrt und verkleinert reflektiert, schön wie ein Riss im Kristall und ebenso unerbittlich tödlich für den Wassertransport.
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