In diesem eingefrorenen Augenblick tief im mesopelagischen Dunkel schwebst du unmittelbar neben einem einzelnen Tentillum von *Pleurobrachia* — einem lateralen Ast kaum dicker als ein Glasfaden, der sich wie ein Frostkristallarm in die schwarzblaue Wassersäule erstreckt. Entlang seiner eisblau-transparenten Länge drängen sich die Colloblasten: jede eine perfekte Halbkugel, deren refraktile Granulaköpfe das spärliche Umgebungslicht als kalte weißgoldene Funken zurückwerfen, während die spiralförmigen Filamente hinter jedem ausgelösten Kopf wie aufgezogene Miniaturfedern in das Innere des Strangs verschwinden — das zelluläre Fangsystem eines Tieres, das zu 97 % aus Wasser besteht und dennoch mit biochemischer Unerbittlichkeit zugreift. Oben rechts im Bild bricht die Antenne eines *Calanus*-Ruderfußkrebses ins Bild ein wie ein verrostetes Architekturrelikt aus Chitin: warm-bernsteinfarben, transversal gerippt, mit Setzulae besetzt — und dort, wo sie das Tentillum berührt hat, sind zwei oder drei Colloblasten zu flachen Scheiben zerdrückt, ihre Adhäsionsmoleküle bereits irreversibel mit der Cuticle verbunden. Ein Schwimmbein des Krebses fächert kraftlos gegen den Strang, die einzige Bewegung in dieser gestoppten Szene ist das infinitesimale Verbiegen des Tentillums unter dem Gewicht der Beute, bevor die Tentakelmuskulatur mit langsamer, unaufhaltsamer Kontraktion zurückzieht — in der Zeitskala von einer bis zehn Sekunden wird der Copepode eingeholt sein.
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