Ein Kalziumoxalat-Druse-Kristall von etwa 55 Mikrometern Durchmesser beherrscht das gesamte Blickfeld — ein mineralisierter Stern mit vierzig einzelnen Facetten, die von einem gemeinsamen Kern radial ausgreifen wie die Speichen eines gotischen Rosettenglases, jede Fläche ein eigenständiges Prisma aus doppelbrechendem Material, das unter gekreuzten Polarisatoren in sattem Kobaltblau, verbranntem Ocker und reinem Gold aufleuchtet, während die umgebende Vakuole im absoluten Schwarz verschwindet. An jedem Grat, wo zwei Facetten aufeinandertreffen, überlagern sich konstruktive Interferenzen zu fast inkandeszentem Licht — ein Effekt, der aus winzigen Wachstumsstufen auf den Kristalloberflächen entsteht, denn Kalziumoxalat scheidet sich nicht gleichmäßig ab, sondern lagert sich in kristallographisch erzwungenen Schichten aus übersättigter Ionenlösung ab. Diese Druse ist kein zufälliges Gebilde, sondern ein metabolisches Abfallprodukt der Pflanze — überschüssige Kalziumionen werden im wässrigen Milieu der Parenchymvakuole mit Oxalat gebunden und als unlösliches Mineral immobilisiert, eine biomineralisierte Gefahrenabwehr, die Herbivoren abschreckt und den Ionenhaushalt reguliert. Am äußersten Rand des Sichtfelds rahmt die Zellwand das Geschehen als zarter Goldstreifen — Beweis, dass diese kristalline Kathedrale vollständig in einer einzigen lebenden Zelle eingeschlossen ist, die unsichtbare Vakuolenflüssigkeit still nach außen drückend.
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