Im Herzen eines Coma-ähnlichen Galaxienhaufens ist der Blick in alle Richtungen von gewaltigen elliptischen Galaxien erfüllt, deren cD-Halos sich in ein durchdringendes, bernsteinfarbenes Leuchten des intraklustralen Lichts auflösen — das diffuse Glühen von Milliarden abgerissener Sterne, die sich über Millionen von Lichtjahren hinweg zwischen den Galaxien verteilt haben. Unmittelbar vor dem Betrachter durchstoßen zwei perfekt kollimierte AGN-Jets in stechendem Violett-Weiß das heiße intraklustrare Plasma, angetrieben durch den aktiven galaktischen Kern der hellsten Haufengalaxie, deren Synchrotronstrahlung sich zu riesigen Radiokeulen auffächert und leicht dunklere Kavitäten ins umgebende thermische Medium drückt. Blauweiße Gravitationsbögen ziehen sich in sanften Kurven um die nächsten Vordergrundgalaxien — lensed Abbilder weit entfernter Hintergrundgalaxien, deren Licht durch die enorme Raumzeitkrümmung einer Gesamtmasse gebogen wird, die zu über achtzig Prozent aus unsichtbarer dunkler Materie besteht. Der gesamte Cluster ist dabei in ein diffuses Röntgenleuchten des intraklustraren Mediums bei Temperaturen von zehn bis hundert Millionen Kelvin getaucht, das dem menschlichen Auge unsichtbar bleibt, doch die eigentliche Energiequelle dieses kosmischen Kathedrals bildet. In diesem Volumen verdichtet sich die Geschichte des Universums selbst: Kollisionen von Teilhaufen, tidal stripping, Rückkopplungsprozesse zwischen Schwarzem Loch und umgebendem Gas — alles eingebettet in einen einzigen, grenzenlos wirkenden Ozean aus altem Sternenlicht.
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