Wer hier durch die Welt gleitet, befindet sich an der Spitze eines Fadenwurms, die Körperachse dicht über dem Oberfläche eines Nähragar-Gels gedrückt, das in alle Richtungen bis an die Grenzen der Wahrnehmung reicht — ein weich gewelltes, transluzentes Terrain, von unten durch intensives kaltweiß-es Durchlicht erleuchtet, das die gesamte Umgebung in ein leuchtendes Diorama verwandelt. Direkt voraus erhebt sich der bakterielle Rasen wie ein undurchdringlicher Urwald: dicht gedrängte *E. coli*-Stäbchen als dunkle, leicht irisierende Silhouetten gegen das Gegenlicht, Schulter an Schulter zu einem fast schwarzen Blätterdach aus lebender Biomasse verschmolzen, das sich in jede laterale Richtung bis zum Horizont erstreckt. Hinter dem Wurm öffnet sich im Kontrast dazu die sinusförmige Fraßspur wie ein Kathedralen-Schiff aus geräumtem Gel, die Wände des Korridors aus abgescherten Bakterienzellen glänzen im Durchlicht mit einem bläulich-weißen Rand, während ältere Spuren weiter hinten bereits wieder von neu einwandernden Zellen bewölkt werden. Im unmittelbaren Vorderfeld arbeitet der Pharynx als hochfrequente Pumpe: der Terminalbulbus kontrahiert und entspannt sich in rascher Folge — rund 250 Mal pro Minute — und zieht dabei einzelne Bakterienstäbchen in den Mahlapparat, während sich der Darm dahinter fortschreitend orange-braun färbt, die Darmgranula als Punkte fainter Autofluoreszenz aufblitzen und die gesamte Verdauungsachse als leuchtende Röhre unter der korrugiert-metallisch schimmernden Kutikula sichtbar wird.
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