Du schwebst im Inneren einer gewaltigen goldenen Mulde — der zentralen Eindellung eines menschlichen Erythrozyten, einer bikonkaven Scheibe von etwa acht Mikrometern Durchmesser, deren Membranoberfläche sich von dir aus in alle Richtungen wie der Boden eines warmen, bernsteinfarbenen Kraters erstreckt. Unmittelbar unter dir ist das Spektrin-Zytoskelett schwach in die Membran eingewoben, ein hexagonales Netzwerk elastischer Filamente, das der Zelle ihre bemerkenswerte Verformbarkeit verleiht — jene Eigenschaft, die es dem Erythrozyten erlaubt, sich durch Kapillaren zu zwängen, die enger sind als er selbst. In der Mitte Distanz türmen sich benachbarte rote Blutkörperchen zu Rouleaux-Stapeln auf, monolithischen Säulen aus aufeinandergepressten Scheiben, entstanden durch die schwachen elektrostatischen Wechselwirkungen ihrer Oberflächen im strohgelben Plasma. Zwischen diesen Zellkolonnen treiben stachelige Thrombozyten — winzige, unregelmäßige Wächter der Gerinnung, ihre Oberfläche mit feinen Fortsätzen besetzt, die im schrägen Licht als helle Reflexionspunkte aufblitzen. Das Licht, scharf und schattenlos wie ein Elektronenstrahl, verwandelt jede biologische Oberfläche in etwas zugleich Vertrautes und Planetarisches — eine Welt aus lebendem Metall und flüssigem Bernstein, vollständig aus Membran und Plasma geformt.
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