Zehn Megaparsec über dem Knotenpunkt schwebend, blickt man hinab auf eine Kreuzung des kosmischen Netzes, wo drei Filamente zusammenlaufen und im Zentrum ein weißgoldenes Feuer aus zehntausend Galaxien entzünden — ein intracluster Medium, das bei hundert Millionen Kelvin glüht und im Röntgenlicht strahlt, umhüllt von blassgoldenen und cremefarbenen Coronaringen, die sich in einen schwachen Karmessonschleier auflösen. Von hier aus sind die drei Filamentarme klar ablesbar: lose geflochtene Stränge aus Spiralen und Linsengalaxien, eingebettet in ein kaum sichtbares Netz aus warmem intergalaktischem Gas, das als elektrisch-türkisfarbener Dunst im Ultravioletten schimmert und das dunkle Gerüst der Dunklen Materie verrät, das jeden Strang trägt. Die keilförmigen Leerräume zwischen den Armen sind die eigentlichen Protagonisten dieser Landschaft — architektonisch leer, mit Durchmessern von mehreren hundert Megaparsec, in denen selbst ein einzelnes Lichtobjekt fehlt und nur das schwache granulare Rauschen der kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung als Geisterglow der Urzeit persistiert. Das Auge folgt unwillkürlich jedem Arm ins Dunkel, bis die Galaxien kleiner werden, ihr Licht ins Rote verschoben verblasst und der Void alles verschluckt — ein kosmisches Geometrie, die nicht aus Materie, sondern aus dem strukturierten Nichts gebaut ist.
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