Der Blick richtet sich aufwärts durch ein Bauwerk, das kein Menschenhand je errichtet hat: ein konischer Tunnel aus amorphem Opal-Siliziumdioxid, dessen Wände in Armreichweite schimmern und durch spiralförmig angeordnete elliptische Poren das Licht des offenen Ozeans als zitternde aquamarinblaue Flecken ins Innere lassen, die sich auf den Mineralrippen überlagern wie in einem lebenden Glasfenster. Fünf übereinander gestapelte Septen steigen in erzwungener Perspektive empor, jedes eine ringförmige Siliziumwand mit einem zentralen Foramen, die Öffnungen mit jeder Etage kleiner werdend, bis das oberste nur noch ein Nadelstich intensiven Türkislichts ist. Das Material selbst ist weder Glas noch Kristall, sondern etwas dazwischen – milchig-transluzent, mit einem Brechungsschimmer, der jeden eintreffenden Lichtstrahl in weiche kaustische Ringe faltet, während ein schleimiger Zytoplasmafilm die inneren Gitterrippen mit irisierendem Schein überzieht und dort, wo Zytoplasmafäden Rückstände hinterlassen haben, das Siliziumdioxid in warmem Bernsteinton gegen das vorherrschende Blau leuchtet. Durch einzelne größere Poren ist draußen der Geisterschatten eines Axopodiums zu erkennen – ein gerader kristalliner Faden, der als leuchtende Speiche ins aquamarinblaue Außen reicht, bevor er im Dunst des offenen Wassers verblasst. Am Scheitelpunkt der Welt steht, in perfektes Schwarz gegen das gleißende Blau silhouettiert, der apikale Stachel wie eine obsidiane Nadel.
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