Im absoluten Zentrum des Blei-208-Kerns umschließt einen die Materie aus allen Richtungen gleichzeitig: bernsteinfarbene Wahrscheinlichkeitsvolumen von Protonen und Neutronen drängen sich auf kaum zwei Femtometer Abstand heran, ihre Oberflächen nicht scharf begrenzt, sondern ineinander ausfließend wie Kerzenlicht durch transluzentes Wachs, das gesamte Innere auf eine Dichte von über 200 Billiarden Tonnen pro Kubikzentimeter komprimiert. Zwischen den Lappen existiert kein leerer Raum, sondern ein langsam wallendes Kondensatmedium aus tiefem Karmesinrot und gebranntem Sienna — das QCD-Vakuum, das von virtuellen Quark-Antiquark-Paaren und Gluonkondensaten erfüllt ist und eine eigene, messbare negative Energiedichte trägt. Die Beleuchtung kennt keine Quelle, denn sie entströmt dem Innern jedes Nukleons und dem Kondensatmedium zugleich, erzeugt ein weiches, omnidirektionales Volumenlicht ohne Schatten, nur Sättigungsgradienten und Tiefenunschärfen, die sich nach allen Seiten gleichmäßig in die Tiefe des Kerninneren verlieren. Kein Horizont, keine Decke, kein Boden — nur ein allseitig einstürzender, warm leuchtender Raum, in dem das Konzept der Leere schlicht keinen Platz mehr hat.
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